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Wolfgang Borchert: Für immer draussen vor der Tür


Am 20. November 2017 war der deutsche Schriftsteller und Humanist Wolfgang Borchert seit 70 Jahren tot. Die Erstaufführung seines Theaterstücks „Draußen vor der Tür“ am 21. November 1947 erlebte er um einen Tag nicht mehr mit. Die Leiden, die er sich während seines Kriegsdienstes in der deutschen Wehrmacht zugezogen hatte sowie eine Leberschädigung führten während eines Kuraufenthalts in der Schweiz zu seinem Tod. Während Borcherts Frühwerke relativ unbekannt sind, entstanden jene Texte, die ihn zu einem klassischen Vertreter der deutschen Trümmer- oder Heimkehrerliteratur der Nachkriegszeit  machten, zwischen 1946 und 1947, als er ans Krankenbett gefesselt war.  In den zwei Jahren vor Borcherts Tod entstanden zahlreiche Prosastücke, die den Krieg und wie er die Menschen verändert, zum Thema haben. Kurzgeschichten wie „Das Brot“, „An einem Dienstag“ oder „Die Hundeblume“ gehören zu den Klassikern der Nach- und Anti-Kriegsliteratur.

Wie in „Draußen vor der Tür“ spielen Türen in Borcherts Texten eine wesentliche Rolle – und meistens sind es Türen, die verschlossen sind und sich um keinen Preis mehr öffnen lassen.

 

Ein Portrait. Auszüge aus dem Stück lesen: Ingrid Bischof, Kristina Bartashova, Alexander Michael Cella und Alfred Woschitz. Erstausstrahlung bei Radio Augustin/Radio Orange 94.0 am 13. 11. 2017.

 

Draussen vor der Tür - eine szenische Lesung

Es lesen:
Kristina Bartashova, Anne Frütel, Stanislaus Dick, Bernd Gordon und Marius Lackenbucher
Musik: Walter Baco , piano

Idee, Konzept, Regie:
Kristina Baratashova/Alfred Woschitz
Verein Welt&Co/Kulturverein

Aufgenommen am 26. Mai 2018, Roter Salon der Oestig