EWIGKEITSGASSE TV


Seit März 2019 sind der Kunstraum Ewigkeitsgasse und Welt&Co/Kulturverein mit einer monatlichen Magazinsendung beim Community-Kanal OKTO TV "on air."

OKTO kann auf mehrere Arten empfangen werden:
Via Kabelfernsehen: österreichweit ist OKTO über A1 TV und Magenta empfangbar; in Niederösterreich und dem Burgenland via kabelplus.
Terrestrisch: im Großraum Wien sowie in Teilen Niederösterreichs und des Burgenlandes via  DVB-T2 | simplyTV.
Weltweit via Internet (Livestream & TV-Programm)

Bereits ausgestrahlte Beiträge sind hier verfügbar:
Im YouTube-Kanal der Ewigkeitsgasse
In der OKTOthek


EWIGKEITSGASSE. Kultur aus dem Kunstraum.
Ausgabe #15 - April 2020
ab 21. 4. 2020, 20:05 bei OKTO TV.

Koroški gvand / Kärntneranzug

Dvojezično branje z besedili Bernharda C. Bünkerja.
Eine zweisprachige Lesung mit Texten von
Bernhard C. Bünker.

Sodelujoči/Mitwirkende:
Lena Kolter
Alfred Woschitz

Obdelan posnetek Facebook-live branja, katerega prenos je bil 10. aprila 2020. Bearbeitete Aufzeichnung einer Facebook-Liveübertragung vom 10. April 2020.

Live-Stream-Mischung und Nachbearbeitung/Live-stream-mešanje in obdelava:
Chris Haderer

Eine Co-Produktion von Klubov slovenskih študentk in študentov und Welt&Co/Kulturverein.
Co-produkcija
Klubov slovenskih študentk in študentov in kulturnega društva Welt&Co.

Über Bernhard C. Bünker

Mehr Beiträge über Bernhard C. Bünker in unserem Archiv.

Am 16. Juli 2020 jährt sich zum 10.Male der Todestag des aus Kärnten stammenden Schriftstellers und Dichters Bernhard C. Bünker. Er nannte sich selbst „Hamatdichta“. Und mit seiner Heimat Kärnten rieb er sich zeitlebens, was nicht weiter verwundert. Zur Mundartdichtung kam er durch seinen Vater. Mit seinem Freund und Kollegen Manfred Chobot gab er die nach wie vor einzigartige „Dialekt-Anthologie 1970–1980“ heraus, das Standardwerk der zeitgenössischen österreichischen Dialektliteratur. In den 1970er-Jahren gründete er auch den berühmten Literaturstammtisch „Beim Kovacic“, und gemeinsam mit Hans Haid baute er das umfangreiche Dialektarchiv auf und die Dialekt-Zeitschrift „Morgenschtean“. 1980 erschien sein Buch „Des Schtickl gea i allan“, weitere Bücher, vor allem im Kärntner Dialekt, in der Folge. So auch in der frühen Buchreihe des neugegründeten Verlags Buchkultur: „Satiren“, mit den beißenden Illustrationen des Künstlers Hans Linthaler und einem Vorwort von Manfred Chobot (1990). Bünker lebte schon seit längerem im Waldviertel, in seiner Heimat hielt er es ja nicht mehr aus.

Bünkers Konfliktbereitschaft in seiner Auseinandersetzung mit den politischen Verhältnissen in Kärnten zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben und Werk. Dafür steht exemplarisch sein 1979 in der Kärntner slowenischsprachigen Kultur und Literaturzeitschrift mladje erschienener Aufsatz Untersuchungen zur Korrelation des Kärntner Anzuges und dessen Trägern, dem die nachfolgende Lesung gewidmet ist.

Eine seiner zahlreichen Initiativen, die die neue Wertigkeit des Dialektes steigern und verankern sollten, war die jahrelange Aufbauarbeit des „Literaturstammtisch Kovacic“ mit verschiedensten Veranstaltungsorten im 18. Wiener Gemeindebezirk als bewusste Antithese zum bildungsbürgerlichen Kulturverständnis der durchwegs bürgerlichen Bevölkerung. Der Literaturstammtisch war über zwanzig Jahre lang Sammelpunkt und Forum der kritischen Dialektdichtung und Veranstaltungsort späterer Größen der Dialektdichtung wie Ernst Hinterberger, Hans Haid oder Joe Berger und der Liedermacherszene, wie Ludwig Hirsch, Sigi Maron, Wolfgang Ambros oder Georg Danzer.

Anlässlich seines 10.Todestages sind für den Herbst 2020 zwei Neuerscheinungen über den „Heimatdichter“ und Schriftsteller Bernhard C. Bünker im Heyn-Verlag/Klagenfurt und dem Podium Portrait in Wien geplant.