24-06-2022: Lesung mit Zdenka Becker

Mehr als eine Lesung. es war der Ausdruck einer langjährigen Freundschaft mit der Autorin Zdenka Becker. Nicht zum ersten Male hat sie es geschafft, in der ehemaligen Heimatgasse des Schriftstellers Frederic Morton auf die "Macht der Erinnerung" feinfühlig und eindrucksvoll hinzuweisen. Musikalisch untermalt wurde der Abend durch den 10jährigen, derzeit mit seiner Mutter in Wien lebenden, ukrainischen Schüler Nikolay Drizo auf der Violine. Danke an alle, die diesen Abend zu dem gemacht haben, was er sein sollte, ein Aufruf an eine Verpflichtung der Literatrur, wie ihn einst der kroatische Schriftsteller Miroslav Krleza formulierte: "Die Literatur darf nichts vergessen" Alfred Woschitz

Lesung von Zdenka Becker

LESUNG mit ZDENKA BECKER
ES IST SCHON FAST HALB ZWÖLF

Ein Roman über die Macht der Erinnerung.

Zdenka Becker, slowakisch Beckerová, geboren in Cheb in der Slowakei ist eine slowakisch-österreichische Schriftstellerin.
Ihre Kindheit verbrachte Zdenka Becker in Bratislava. Nach der Matura studierte sie Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Bratislava. Im Jahr 1974 übersiedelte sie nach der Heirat mit dem Österreicher Leo Becker nach Österreich. 1986 begann sie auch, auf Deutsch zu schreiben. Von 1988 bis 1990 besuchte sie das Dolmetschinstitut in Wien. Seit 1983 lebt sie mit ihrer Familie in St. Pölten-Radlberg. Sie hat zwei Kinder.
Ihre Werke wurden ins Slowakische, Tschechische, Englische, Französische, Niederländische, Italienische, Rumänische, Spanische, Persische, Hindi, Panjabi, Urdu, Telugu und Mandarin übersetzt.
Zdenka Becker übersetzt aus dem Slowakischen, Tschechischen und Russischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Slowakische.

Zum Inhalt:
Hilde und Karl könnten einen beschaulichen Lebensabend verbringen, wäre da nicht Karls zunehmende Demenz und die bevorstehende Übersiedelung ins Altersheim. Am Dachboden findet Hilde eines Tages eine Kiste mit alten Briefen – und während das Gedächtnis ihres Mannes immer mehr nachlässt, wird die Vergangenheit für Hilde umso lebendiger. Die Briefe führen sie zurück in jene Zeit, als Karl und sie verlobt waren, getrennt durch familiäre Verpflichtungen, Karls Arbeit in Berlin – und das NS-Regime, das bald seinen Schatten über ihr junges Glück wirft.
Als auch noch ein Hobbyhistoriker beginnt, Fragen nach dem Verschwinden von Hildes Nichte zu stellen, droht ihr das Geflecht aus Lügen, das sie um ihr Leben aufgebaut hat, zusehends zu entgleiten …
ISBN-13: 978-3-99050-220-4
Erscheinungsdatum: 24. 1. 2022